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Die Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Richtlinienverfahren, das davon ausgeht, dass psychische Beschwerden das Ergebnis von bewussten und nicht-bewussten Lernprozessen sind. Zu Beginn der Behandlung wird gemeinsam mit Ihnen erarbeitet, welche Bedingungen Ihrer Lebensgeschichte und Ihre aktuellen Lebens-situation zur Entstehung und Aufrechterhaltung der psychischen Symptoma-tik beigetragen haben und weiter wirksam sind. Auf dieser Grundlage werden wir gemeinsam die Therapieziele und der Behandlungsplan festgelegt. In der Verhaltens-therapie werden Sie zur aktiven Veränderung seines Handelns, Denkens und Fühlens motiviert und angeleitet. Dabei werden Ihre bereits vorhandenen Stärken und Fähigkeiten - auch Ressourcen genannt - herausgearbeitet und für den Verän-derungsprozess nutzbar gemacht.

Psychische Störungen mögen zunächst Ausdruck einer "abnormen Abweichung" vom "gesunden Rest" der Bevölkerung bedeuten, tatsächlich aber sind sie vielmehr nur Resultat einer stärkeren Ausprägung einer Geisteshaltung, der unsere sehr stark materiell geprägten Gesellschaftsform  insgesamt unterliegen. Diese Geisteshaltung hat fast alles eliminiert, was für unsere psychische Gesundheit von unabdingbarer und elementarere Wichtigkeit ist.  Fast alle Menschen der westlichen Industriestaaten werden zum Beispiel von belastenden bis quälenden Gedanken geplagt, derer sie nicht mehr Herr werden. Im "normalen", bzw. "gesunden" Alltag begegnen sie diesen Gedanken mit Ablenkung durch beispielsweise viel Arbeit,  (abhängigem) Konsum-verhalten jeglicher Art, und sie sind auf der Suche - wenn auch sie es oft selbst nicht wissen - nach dem ultimativen Glück in Form eines neuen Kleides, Autos, Partners etc. In vielen existiert eine Leere im Inneren, viele fühlen sich wertlos, rastlos, energielos. Dies gilt aber als normal. Wer also in meine Praxis kommt, unterscheidet sich daher vom Rest der Gesellschaft nur hinsichtlich der Stärke der Ausprägung der Erkrankung und des Funktionierens.    

 
 
Grundsätzlich und unabhängig von der Art des Therapieverfahrens bedeutet Psychotherapie "Heilung der Seele". Sie ist ein fundamentiertes Mittel, um die verschiedensten psychischen Störungen dauerhaft zu beheben. Wenn Sie sich für eine Psychotherapie entscheiden, dann haben Sie den ersten und wichtigsten Schritt getan! Diese Entscheidung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.

Einen großen Anteil an der therapeutischen Arbeit leisten Sie selber, auch außerhalb der Therapiestunden. Wie das auszusehen hat, wird natürlich in der Therapie erarbeitet. Ohne die eigene Mitarbeit gibt es keine Veränderung. Therapeut und Patient/Klient sind ein Team, und jeder übernimmt die Verantwortung für seinen eigenen Anteil an der Arbeit. 

Es wird nichts Bestimmtes an Erfolg erwartet. Es wird keine Leistung verlangt. Mancher kommt ziemlich schnell voran, ein anderer eher langsam. Daran kann der Erfolg nicht abgelesen werden. Wer sehr viel Zeit für seine Entwicklung braucht, erreicht unter Umständen eine sicherere und dauerhaftere Heilung. Darum soll niemand sich selber unter Druck setzen. Druck verhindert jeden Therapiefortschritt.

Therapie ist eine Reise nach innen zu sich selbst, ein Abenteuer; und Therapie ist ein Prozess, ein Weg, der freundliche und mitfühlende Geduld des Klienten braucht (das drückt auch das Wort "Patient" aus, patient - geduldig). Niemand soll sich entmutigen lassen, wenn nicht sofort alles wie gewünscht klappt. Das innere fühlende Wesen des Menschen kennt seine Zeit am besten selber und richtet sich danach aus.